Tagespflege Erlenbach

Pepper ist rund 1,20 Meter groß und hat schwarze Kulleraugen. Der Roboter spricht verschiedene Sprachen, kann Geschichten vorlesen, Witze erzählen und die Senioren bei ihrer Gymnastik anleiten. "So meine Lieben, jetzt mal eine leichte Übung für die Arme", sagt er dann zum Beispiel und bewegt seine Arme hoch und runter. Seit fast zwei Jahren ist der Pflegeroboter Pepper in der Caritas-Tagespflege in Erlenbach im Landkreis Miltenberg im Einsatz. Die Betreiber der Tagespflege sind sehr zufrieden mit ihm.

Menschliche Pflege nicht ersetzbar

Pflegedienstleiterin Stefanie Glück und ihre Kolleginnen sehen den Roboter als echte Unterstützung. "Wir sind positiv überrascht von Pepper. Er wird sehr gut angenommen – von den Gästen und den Mitarbeitern." Sorge vor einer Konkurrenz haben die Pflegerinnen aber nicht. "Diese Menschlichkeit braucht man trotzdem, das wird ein Roboter nie vollständig ersetzen können", sagt Glück.

Pflegerische Aufgaben im engeren Sinne kann Pepper nicht übernehmen und das soll er auch nicht, sagt die Geschäftsführerin der Caritas-Sozialstation St. Johannes in Erlenbach, Susanne König. 

"Die menschliche Pflege ist und bleibt wichtig. Pepper soll eine Unterstützung sein für die Mitarbeiter, er soll die Arbeit erleichtern und er soll ein wenig die Bürokratie nehmen." Susanne König

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Pepper kann jetzt auch türkisch

Die Fähigkeiten des Pflegeroboters wurden in den vergangenen zwei Jahren mehrfach verbessert und an die Bedürfnisse der Tagespflege angepasst. So lernte er zum Beispiel Fremdsprachen und kann jetzt auch den türkischen Tagesgästen Märchen erzählen.

Zweiter Pflegeroboter in Erlenbach im Einsatz

Mittlerweile ist in der Caritas-Tagespflege sogar ein zweiter Roboter – Jaime – im Einsatz, der das Pflegepersonal entlasten soll. Jaime misst eigenständig die Körpertemperatur und überwacht die Vitalfunktionen der Senioren. Bei Auffälligkeiten schlägt der Roboter Alarm. Außerdem führt Jamie eine Anwesenheitsliste.

Wissenschaftlich begleitet wird das Roboter-Projekt in Erlenbach von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt und hat 90 Prozent der Kosten übernommen. 

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